BBO, FDP und Jurats stellen den Verbleib der Kurstadt im Kreis infrage.

Bad Oeynhausen, 21.04.2026 – das schreibt die Neue Westfälische: 
(Quelle NW, 21.04.2026 Thorsten Gödecker nach Erhalt eines offenen Briefes)

Die Ratsfraktion BBO-FDP-Jurats hat scharf auf die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative zum Erhalt der Krankenhäuser Rahden und Lübbecke reagiert. In einer Stellungnahme bezeichnen Fraktionsvorsitzender Andreas Korff, sein Stellvertreter Achim Baeck und Fraktionsgeschäftsführer Denis Utas die dort vorgetragenen Positionen als nicht hinnehmbar.

Kern ihrer Kritik: Auf der Veranstaltung am 15. April in der Aula der Stadtschule Lübbecke hatte BI-Sprecher Arno Kuge vorgeschlagen, die Auguste- Viktoria-Klinik (AVK) in Bad Oeynhausen nach Minden zu verlagern. Für die Fraktion bedeutet das den vollständigen Entzug medizinischer Versorgung für die zweitgrößte Stadt im Kreis. Bad Oeynhausen solle demnach nicht nur auf den geplanten Anbau an die AVK verzichten und das Krankenhaus verlieren. Die Klinik solle obendrein abgerissen und das Personal nach Minden versetzt werden.

Patientinnen und Patienten müssten dann Fahrwege von „20 bis 25 Minuten“ in Kauf nehmen, zitiert die Fraktion die BI mit unverhohlenem Sarkasmus. „So viel Ignoranz und Abscheu gegenüber Bad Oeynhausen sind nicht hinnehmbar“, heißt es in der Stellungnahme.

Dabei verweist die Fraktion auf die besondere Stellung Bad Oeynhausens im Kreisgebiet. Als Sitz des international bekannten Herzzentrums (HDZ) sei die Stadt weit überdenKreis hinaus ein Gesundheitsstandort von Rang. Gleichzeitig sei Bad Oeynhausen nach Minden die Stadt mit den meisten wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern im Kreis und der zweitgrößte Kreisumlagen- Zahler. Die Frage, ob auf der Grundlage der BI-Positionen auch nur eine Stimme aus Bad Oeynhausen für ein Bürgerbegehren zu erwarten sei, stellt die Fraktion rhetorisch in den Raum.

Den Vorwurf der Heuchlerei richtet BBO-FDP-Jurats in zwei Richtungen: Die Bürgerinitiative beklage einerseits die Spaltung des Altkreises Lübbecke. Sie äußere Bedenken über hohe Kosten und verlange aber gleichzeitig, dass Bad Oeynhausen auf alles verzichte und dennoch einen großen Teil der Rechnung bezahle. „Wer so agiert, darf sich nicht wundern, wenn Gegenwind zu einem Orkan wird“, warnt die Fraktion.

Am weitesten geht die abschließende Überlegung: Angesichts der Positionen der Bürgerinitiative einerseits und der nach Auffassung der Fraktion riskanten und unfinanzierbaren MKK-Pläne andererseits denke man in Bad Oeynhausen zunehmend darüber nach, „ob man als Teil des Kreises Minden-Lübbecke noch richtig aufgehoben ist“.

Unser Kommentar dazu:

So geht es nicht! Während der Landrat immer mehr auf Zeit spielt und die ursprünglich für ein neues Krankenhaus in Bad Oeynhausen gedachten 178 Mio. € Fördergeld zum Großteil  ins Mindener Klinikum abwandern, soll jetzt auch noch die Auguste-Viktoria-Klinik verschwinden. Was wird hier gespielt? Bereits die Schließung der Geburtsklinik, die den Bad Oeynhausenern als zu teures Invest verkauft wurde – ohne allerdings konkrete Zahlen für den Umbau in Minden zu nennen – hat hellhörig gemacht. Hier werden medizinische Kompetenz ausgehöhlt und Arbeitsplätze abgeschafft. Die zweitgrößte Stadt im Kreis wird zugunsten der Wunschträume von MKK-Vorstand und Kreis systematisch geschwächt.

Wir sollten uns sehr genau überlegen, ob die Mühlenkreiskliniken noch ein verlässlicher Partner sind und wofür wir Millionen Euro an Zinsen zahlen sollen. Denn Patienten, Kompetenz, Arbeitsplätze und Gelder sollen offensichtlich nach Minden abfließen. Lange vorbereitet und längst beschossen? Kommen Sie nach Bad Oeynhausen, Herr Landrat. Dieses Mal aber mit belastbaren Garantien für den Standort der AVK und des neuen  Akutkrankenhauses, für die Arbeitsplätze, die Menschen und deren Zukunft. 

Unseren offenen Brief finden Sie hier: #2026_04_20_offener_Brief

*Inhalte wurden mit Unterstützung von KI erstellt.

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