Wahlversprechen eingelöst: Die neue Weserfähre nimmt Fahrt auf und fährt elektrisch.

„Neue Weserfähre jetzt!“
Mit diesem Plakat sind wir für mehr Miteinander über die Weser eingetreten. Heute können wir sagen: Wir haben nicht nur ein Versprechen gegeben, wir haben geliefert. Aus einer Idee ist ein konkretes, gemeinsames Projekt zweier Städte geworden und der Start rückt näher.

Wie alles begann: Unser Antrag

Bereits im Januar 2024 hat die FDP-Fraktion Bad Oeynhausen den Antrag gestellt, eine neue Fähre über die Weser anzuschaffen. Kurz darauf zog die FDP-Fraktion Porta Westfalica mit einem gleichlautenden Antrag nach. Der Hintergrund: Die traditionsreiche Fähre „Amanda“ war nach dem Tod ihres langjährigen Kapitäns ohne Nachfolge geblieben, das Schiff war marode und die Verbindung zwischen Bad Oeynhausen/Rehme und Porta Westfalica/Costedt lag seit Jahren still. Für Radfahrende und Fußgänger blieb nur der schmale, wenig einladende Weg entlang der stark befahrenen A2.

Unser Argument war einfach: Eine funktionierende Fährverbindung ist mehr als Nostalgie: Sie ist gelebtes Miteinander zwischen zwei Nachbarstädten, sie stärkt den Tourismus am Weserbogen und sie macht die Strecke gerade für Familien mit Kindern wieder sicher und attraktiv.

Was seitdem passiert ist

Unser Antrag hat spürbar Bewegung in die Sache gebracht:

  • 2024: Nach Gesprächen mit der Bezirksregierung Detmold stand fest, dass sowohl eine Machbarkeitsstudie als auch die Anschaffung über das LEADER-Regionalbudget förderfähig sind.
  • Februar 2025: Die Machbarkeitsstudie zur Wiederaufnahme der Fährverbindung wurde abgeschlossen und im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, den Dialog mit Porta Westfalica zu vertiefen und einen interkommunalen Arbeitskreis zu gründen.
  • 2025/2026: Ein Großsponsor für das Projekt wurde gefunden, ein tragfähiges Betreibermodell entwickelt – künftig soll ein ehrenamtlich getragener Förderverein den Betrieb übernehmen, während die Städte die Anschaffungskosten stemmen. Statt eines Diesel-Schiffs ist inzwischen eine solarbetriebene Fähre im Gespräch.
  • Juni 2026: Die Vereinsgründung steht kurz bevor. Die Kosten für die Reaktivierung der Verbindung am Großen Weserbogen werden auf rund 380.000 € beziffert, für die auf Fördermittel gesetzt wird.
  • Juli 2026: Erste Ehrenamtliche besorgen bereits auf eigene Kosten Material für ihre Ausbildung zu Fährleuten – ein starkes Zeichen dafür, wie viel Rückhalt das Projekt in der Bevölkerung inzwischen hat.

Ein Start des Fährbetriebs im Jahr 2027 gilt mittlerweile als realistisch.

Ohne Einsatz kein Fortschritt

Dass aus unserem Antrag tatsächlich ein greifbares Projekt geworden ist, ist kein Selbstläufer gewesen. Ein besonderer Dank gilt dabei unserem langjährigen Mitglied und ehemaligen Ratsherrn Dr. Wolfgang von Wiese, der sich das Thema Weserfähre über die gesamte Zeit persönlich zu eigen gemacht hat. Er hat sich immer wieder aktiv eingebracht, ist bei der Verwaltung in Bad Oeynhausen wiederholt vorstellig geworden. Mit seinem hartnäckigen, persönlichen Engagement hat er wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt in der Stadtverwaltung vorangetrieben wurde und nicht ins Stocken geraten ist. Solches ehrenamtliches Engagement einzelner Mitglieder ist oft der entscheidende Unterschied zwischen einer guten Idee auf dem Papier und einem Projekt, das tatsächlich Fahrt aufnimmt. Danke, Wolfgang!

Warum uns das wichtig ist

Wir haben dieses Projekt nicht angestoßen, weil es hübsch aussieht, sondern weil es etwas Konkretes für die Menschen in Bad Oeynhausen und Porta Westfalica bringt:

  • Sicherheit: Radfahrende und Fußgänger, besonders Familien, müssen nicht mehr den gefährlichen Weg an der A2 entlang nehmen.
  • Miteinander über Stadtgrenzen hinweg: Zwei Kommunen ziehen gemeinsam an einem Strang – Bürgerschaft, Vereine und Verwaltungen beider Städte arbeiten Hand in Hand.
  • Tourismus und Naherholung: Der Große Weserbogen mit seinen Seen, dem Strandbad und der Gastronomie wird wieder unkompliziert erreichbar. Insgesamt ein Gewinn für unser Heilbad und die gesamte Region.

Wie geht es weiter?

Mit der bevorstehenden Vereinsgründung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, aber noch nicht das Ziel. Es geht jetzt darum, den Förderverein zu etablieren, die Fördermittel für Anschaffung und Betrieb zu sichern und die technische Infrastruktur an beiden Anlegern fertigzustellen. Wir bleiben an diesem Thema dran und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Weserfähre 2027 tatsächlich ablegt.

Unser Fazit

Von einem Antrag im Januar 2024 bis zu einem Förderverein kurz vor der Gründung, dem Sponsoring und ersten ehrenamtlichen Fährleuten in Ausbildung: Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer klaren politischen Forderung ein reales Projekt für die Menschen vor Ort wird und wie viel der persönliche Einsatz Einzelner wie Dr. Wolfgang von Wiese dabei bewirken kann. Genau für solche Themen setzen wir uns als FDP Bad Oeynhausen ein – konkret, verlässlich und im engen Schulterschluss mit unseren Nachbarn in Porta Westfalica.

Mehr zu unserer Arbeit für Bad Oeynhausen: www.fdp-badoeynhausen.de

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